Rechtfertigungsdruck

31.10.2009

ein paar favoriten

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18.09.2009

eine menge wallpapers

Mai 2002 Zufall 1985 Weshalb? 1971 Oktober 2009 Bildschirmhintergrund 02 2006 am ende wird alles gut. und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das ende. Dienstag Bildschirmhintergrund 08 Wer? 1976 Angst 1982 Juni Das Leben ist ein Mietvertrag, der nicht erneuert wird. 1972 rot 1977 geviertelt 1970 Januar 1984 bunt 1990 vertikal geteilt 1979 Das Leben hat keinen Rückwärtsgang. 1999 Mittwoch November Quark ich Februar lz August 1994 Wohin? 1986 Was? 2007 September 1991 life has no reverse gear 1988 Dezember 1975 Wann? 1987 Samstag 2008 bunt 2 1992 Bildschirmhintergrund 03 2000 bunt 3 Geld Sonntag 1993 Bildschirmhintergrund 04 2004 Leben 1996 it is wrong to think that standing out is a good thing Bildschirmhintergrund 16 Langeweile Bildschirmhintergrund 14 Freitag Juli 1981 horizontal geteilt 1980 ende this is a true story. a true story i made up. counter-transference April 1989 Warum? 2003 Freitag Bildschirmhintergrund 01 1995 once you left your soul behind Wo? 1974 i can’t go on. i’ll go on. März pearls Why? Weingummi me neither Hund Katze Maus Die andere Wange hinhalten ist nicht mein Trip. nothing 1978 Sonntag Bildschirmhintergrund 09 2001 Bildschirmhintergrund 09 1973 Wieso? 1983 Bildschirmhintergrund 15 Zwang Keep your friend close, but keep your enemies closer. Wie? Mittwoch Donnerstag Bildschirmhintergrund 13 Wenn es einen Konflikt gibt zwischen den Umständen und der Wahrheit, sind es die Umstände, die sich ändern müssen. Krieg Put a gun to my head and paint the walls with my brains. Bildschirmhintergrund 12 1997 Chaos Samstag Bildschirmhintergrund 11 Liebe marble cake also the game Bildschirmhintergrund 05 Ich bin nur mein eigenes Opfer. 2005 Montag Donnerstag Dienstag failure is an option Bild Bildschirmhintergrund 07 ich muss beginnen. egal was. hauptsache anfangen. egal was. aber beginnen muss ich. Pause 1998 Each man has his own destiny. no more scars Montag Bildschirmhintergrund 10

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18.07.2009

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23.06.2009

Rechtfertigungsdruck

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Andauernd muss man sich rechtfertigen. Wenn kein anderer Mensch Druck ausübt, gibt es das eigene Ich. Sich selbst entkommt man nicht. Nicht auf Dauer. Man kann sich von sich entfernen. Gibt Mittel und Wege. Doch nichts ist dauerhaft. Irgendwann steht das eigene Ich vor dir und stellt Fragen. Was macht man dann? Man hält hin, man weicht aus, versucht es abzuschütteln. "Guck mal da! Was sagst du dazu?" Schwupps, schon ist man ihm entwichen. Doch gewonnen ist nichts, nicht einmal Zeit. Wenn das Ich das nächste Mal auftaucht, ist der Weg enger. Es ist schwieriger an ihm vorbeizukommen.

Rechtfertigungsdruck ist kein Problem an sich. Wenn man im Glauben ist im Recht zu sein, wenn man Antworten hat, die einen selbst zufriedenstellen, ist es einfach mit Rechtfertigungsdruck umzugehen.

Das Problem sind nicht die Fragen.

Das Problem ist ein Mangel an Antworten.

——————————

Schrieb den Text am 23. August 2006 in Aachen. Als ich wieder zuhause war, meldete ich den Blog rechtfertigungsdruck.blogsome.com an und stellte den Text als meinen allerersten Post ein.

 

 

 

17.04.2009

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31.07.2008

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26.03.2008

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21.11.2006

0040

Filed under: Blog, 2006, Gedanken

Später Nachmittag, schon dunkel, auch weil es sehr bewölkt war und regnete. Ich vor dem Laden. Eine rauchen. Die Menge bewegte sich schnell über die Straße. Niemand hatte einen Blick für die Geschäfte. Plötzlich sah ich ein Mädchen in der Menge gehen. Sie ging noch einen Tick schneller als die meisten anderen und ihre Augen schienen nicht das zu sehen, was vor ihr lag, sondern irgendwas anderes, vielleicht war sie in Gedanken, vielleicht wollte sie auch nur möglichst schnell an ihr Ziel, was bei dem Wetter wohl verständlich war. Ich dachte: "Die kenne ich doch. Wer ist sie?" Als sie gerade an mir vorbei dachte ich: "Anna. Hat sie sich die Haare gefärbt? So blond war sie doch früher nicht?" Nach diesem Gedanken waren bestimmt schon ca. 10 Meter Abstand zwischen uns. Überlegte ob ich was rufen sollte, war aber auch nicht sicher, dass sie es war. Zögerte kurz, doch war dies lang genug, dass sich der Abstand verdoppelt hatte. Dann endlich rief ich "Anna!" - war eigentlich kein Rufen, eigentlich nur ein lautes Sprechen. Sie hatte mich wohl nicht gehört. Sie drehte sich jedenfalls nicht um. Aber auch kein anderer Mensch aus der sich im Regen bewegenden Menschenmenge sah zu mir um zu sehen, wer da rief, was ich als sicheres Indiz erfasste, dass ich nicht laut genug gerufen hatte. Überlegte ob ich nochmal rufen sollte, diesmal lauter, oder ob ich ihr nachlaufen sollte, aber als ich wieder hinsah, konnte ich sie nicht mehr in der Menschenmenge ausmachen. Die Worte "Vorbei. Früher und/oder lauter - du hättest früher und/oder lauter rufen müssen - jetzt ist sie weg." gingen mir durch den Kopf, sah noch einmal in die Menschenmenge, schnippte meine Kippe weg und ging wieder in den Laden.

 

16.10.2006

Was soll man tun, wenn man nur von Irren umgeben ist?

Filed under: 2006, Gedanken
Eine Frage, die mir schon den ganzen Tag durch den Kopf schwirrt.
 
Zuerst muss man die Möglichkeit ausschließen können, dass man selbst der Irre ist, und sich nur einbildet, dass alle um einen verrückt sind. Dies auszuschließen ist schwierig, da man - wenn man selbst der Verrückte ist - wohl kaum ein "objektives" Urteil treffen kann. Aber nehmen wir mal an, man ist nicht verrückt. Diese Annahme ist eine Grundvoraussetzung zur Annäherung an die Frage "Was soll man tun, wenn man nur von Irren umgeben ist?" Beginnen wir mit den Überlegungen: Allen um einen herum sind Dinge wie Vernunft und Urteilsvermögen unbekannt. Kommunikation ist unmöglich. Die Anwendung des ersten Gedankens es nichtsdestotrotz mit Vernunft zu versuchen hat sich als grandios gescheitert erwiesen. Man wurde nur in der vorherigen Annahme bestätigt, dass man von lauter Irren umgeben ist, mit denen kein vernünftiger Umgang möglich ist.
 
Welche Möglichkeiten hat man als "Normaler" in einer irren Umgebung? Jetzt gilt es die anderen Möglichkeiten abzuwägen:
 
  1. Man kann dem Spruch "Wenn du in Rom bist, handle wie die Römer." folgen und sich anpassen, versuchen der irreste unter den Irren zu sein.
  2. Man kann versuchen sich aus allem rauszuhalten. (Dies kann aber sehr frustrierend sein, denn dann wird man andauernd links und rechts von Irren überholt, von denen man sicher weiß, dass sie nicht einen Bruchteil der eigenen Fähigkeiten besitzen.)
  3. Man kann einen Ortwechsel in Erwägung ziehen. Wenn man erkennt, dass um einen einer irrer ist als der nächste ist es vielleicht angebracht diesen Ort zu verlassen.
 

Die dritte Alternative scheint am vernüftigsten, doch hat sie auch den Geruch der Feigheit: man schafft es nicht sich durchzusetzen und flieht. Zudem kann man auch nicht sicher sein, was einen an dem neuen Ort erwartet. Vielleicht sind da auch nur Irre. Wäre es nicht besser da zu bleiben, wo man sich zumindest ansatzweise auskennt, wo man zumindest schon feststellen kann, dass der Ort voller Irrer ist. Wohingegen man nach einem Ortwechsel erst einmal herausfinden muss wie es dort abläuft. Bin unsicher, allerdings scheint mir das Verbleiben unter den Irren auch keine rechte Lösung zu sein. Vielleicht kann man sich nie an diese irre Umgebung anpassen, oder es gelingt einem zu gut, dass man sich am Ende in dieser irren Umgebung durchsetzen kann, aber dies um den Preis der eigenen geistigen Gesundheit. Vielleicht ist dieser Preis zu hoch. Vielleicht gibt es Alternativen. Vielleicht gibt es draussen tatsächlich Orte, wo nicht alle verrückt sind. Vielleicht muss man einfach raus. Denn wenn man unter den Irren bleibt, stellt man vielleicht irgendwann fest, dass es nicht geht, dass man sich nicht einordnen kann, entweder weil es einem nicht gelingt sich anzupassen oder weil man nicht bereit ist auch irre zu werden, nur weil dies der einzige Weg ist sich durchzusetzen. Die Frage ist doch diese: Wenn man irre sein muss um Akzeptanz zu erfahren, hat man sich dann durchgesetzt oder hat sich der Irrsinn in einem durchgesetzt? Fragen, Fragen und keine Antworten. Und die ganze Zeit vergeht eben dieselbige. Irgendwann stellt man fest, dass es nicht geht, dass man nicht Teil des Irrsinns sein kann, doch dann ist es vielleicht zu spät für einen Ortwechsel.
 
 

11.10.2006

0030

Filed under: Blog, 2006, Gedanken

What’s the best novel in the past 25 years?

Von den aufgezählten Büchern las ich bisher nur:

"Money" (1984) Martin Amis (immerhin Platz 2 der Liste)

"Harry Potter and the Half Blood Prince" (2005) JK Rowling

"The God of Small Things" (1997)  von Arundhati Roy begann ich, las es aber nicht zu Ende. Es sprach mich nicht an. Fand es teilweise auch irgendwie abstoßend. (Obwohl ich Arundhati Roy für eine Meisterin der Sprache halte, das hat man auch in dem Roman gemerkt. Mir gefallen aber ihre Essays viel besser.)
 
Die Harry Potter Romane kenne ich alle. Mir gefiel der 5. Band, der "Orden des Phoenix", am besten. Aber alle Harry Potters sind gut. Es gibt auch keine Abnahme der Qualität. Eher das Gegenteil, mir gefallen die ersten beiden Bände am wenigsten, vielleicht auch weil sie am ehesten Kinderbücher sind.
 
An "Money" habe ich kaum eine Erinnerung. Las es aber vor ca. 3-4 Jahren, daran kann ich mich erinnern. Glaube mich auch zu erinnern, dass ein Grossteil der Handlung nachts stattfindet, bin mir aber nicht sicher. Seltsam, dass ich mich nicht erinnere. Als ich es las gefiel mir das Buch, daran kann ich mich zumindest erinnern.

 

 

 

09.10.2006

Woran glaubst du?

Filed under: 2006, Gedanken

Warum ist dies meine erste Frage?

Bin nicht sicher.

Vielleicht braucht man etwas, woran man glaubt, damit das Leben einen Sinn hat.

Vielleicht habe ich auch keine Antwort auf die Frage, weshalb ich ausgerechnet mit dieser Frage beginne.

Vielleicht sollte ich dies überspringen und mich der eigentlichen Frage "Woran glaubst du?" zuwenden.

Also, woran glaube ich?

Vermutlich nichts, zumindest kann ich nichts benennen, woran ich aktuell glaube.

Vielleicht sollte ich zunächst über das Wort "glauben" nachdenken.

Was verstehe ich unter diesem Begriff?

Ich sehe sehr wenige Sicherheiten im Leben des Menschen. Der Mensch muss atmen, essen, trinken und (vermutlich) schlafen. (Das "vermutlich" kommt daher, da es auch Menschen geben soll, die jahrelang ohne richtigen Schlaf leben.) Für das Überleben der Menschheit ist es auch unerlässlich, das zumindest einige Menschen sich fortpflanzen. Doch dazu ist mittlerweile auch nicht zwangsläufig Sex nötig. Doch um die Menschheit geht es mir sowieso nicht. Es geht um einen Menschen, irgendeinen Menschen.

Was muss er/sie?

Atmen, essen, trinken und (vermutlich) schlafen. Alles andere steht zumindest teilweise mit "glauben" im Zusammenhang. Der jeweilige Mensch "glaubt", und jenes, woran er glaubt, gibt der ansonsten vorhandenen Sinnlosigkeit einen Sinn.

Nun, woran glauben Menschen?

1. An Menschen, bzw. das Bild eines Menschen, das in dem glaubenden Menschen existiert. In der Regel ist dieser Mensch ein anderer als der Mensch, der an ihn glaubt. (Es gibt aber auch Menschen, die an sich, bzw. ihr Selbstbild, glauben.)

2. Gedankenkonstruktionen, dies kann eine Religion, ein Ideologie, eine TV-Serie oder was auch immer sein, das sich (andere) Menschen ausdachten. (Ich bin nicht davon überzeugt, das Religionen von "Gott" kommen. Tendiere eher dazu, dass alle Religionen aus Menschenköpfen entsprangen. Werde später genauer darauf eingehen.)

3. Sex (Bin nicht sicher auf welcher Position Sex stehen soll. Sex könnte auch als erstes Punkt angeführt werden.)

4. Andere Lebewesen, die keine Menschen sind.

5. Unbelebte Dinge

Oft kann das, woran Menschen glauben, nicht nur einem der genannten Punkte zugeordnet werden. Kombinationen sind nicht selten.

Wie auch immer, dies sind fünf Ansätze, mit denen man eigentlich alles beschreiben können müsste, woran Menschen glauben.

Woran glaube ich?

Vermutlich nichts, wie ich bereits anfangs schrieb. Will aber dennoch etwas zu den fünf Komponenten schreiben.

Beginne mit dem dritten Punkt meiner Aufzählung: Sex.

Was bedeutet es an Sex zu glauben?

Ich bin der Überzeugung, dass die Motivation eines Großteils aller menschlichen Handlungen sexueller Natur ist. Es geht fast immer auch um Sex. Selbst wenn der handelnde Mensch sich dessen nicht bewusst ist. Dies gilt für nahezu jeden Menschen, egal ob Mann oder Frau, egal wo, egal wie gebildet oder ungebildet der Mensch ist. Doch all dies ist nicht gleichzusetzen mit einem Menschen, der an Sex glaubt. Ein Mensch der an Sex glaubt, glaubt durch Sex Sinn und Erfüllung zu finden.

Für mich gilt dies nicht. War auch nie so. Natürlich könnte sich dies morgen ändern, doch dies gilt auch für alle anderen Ansätze. Morgen könnte alles anders sein. Über die Zukunft kann ich hier nicht nachdenken. Aktuell glaube ich nicht an Sex.

So, der Sex ist abgehakt.

Jetzt sollte ich mich dem ersten Punkt zuwenden.

Ich glaube an keinen Menschen. Weder an mich, noch einen anderen Menschen. Würde mich für meine Familie einsetzen, aber nicht weil ich an sie glaube, sondern weil es meine Familie ist. An einen Menschen glaube ich auch nicht, insbesondere an niemanden, den ich gar nicht kenne. Bin kein Fan. War nie einer. Manch ein anderer glaubt abgöttisch an einen "Star" - ein idealisiertes Bild eines ihm unbekannten menschlichen Wesens - mir ist dies fremd.

Der zweite Punkt "Gedankenkonstruktionen" betrifft mich auch nicht. Glaube an keine. Bin nicht religiös. Bin auch kein derartig extremer Fan von sonst etwas. Es gibt immer eine Distanz. Selbst wenn ich ein Buch, einen Film oder was immer wahrhaft fühle, bin ich mir immer dessen bewusst, dass es nicht "echt" ist.

An Tiere oder Außerirdische glaube ich auch nicht. Ich mag Tiere, eigentlich alle Tiere, dennoch sind es Tiere. An die Existenz von Außerirdischen glaube ich. Irgendwo gibt es Leben außerhalb der Erde. Glaube aber nicht, dass es einen Kontakt gab oder geben wird, da die Distanz zu groß ist. Und selbst wenn es einen Kontakt geben sollte, wird die Menschheit nicht von Außerirdischen aus der Sinnlosigkeit, die sich Leben nennt, erlöst. 

An unbelebte Dinge glaube ich am wenigsten. Kann keine "Beziehung" zu einem Auto oder Stein und was sonst noch existiert aufbauen.

So, das war’s.

Ich glaube an nichts.

Ich würde aber gerne an etwas glauben, auch weil ich glaube, dass es gut ist an etwas zu glauben, doch bisher ist mir nichts begegnet woran ich glauben könnte.

Vielleicht kann sich dies schon morgen ändern…

…daran glaube ich. 

 

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