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Andauernd muss man sich rechtfertigen. Wenn kein anderer Mensch Druck ausübt, gibt es das eigene Ich. Sich selbst entkommt man nicht. Nicht auf Dauer. Man kann sich von sich entfernen. Gibt Mittel und Wege. Doch nichts ist dauerhaft. Irgendwann steht das eigene Ich vor dir und stellt Fragen. Was macht man dann? Man hält hin, man weicht aus, versucht es abzuschütteln. "Guck mal da! Was sagst du dazu?" Schwupps, schon ist man ihm entwichen. Doch gewonnen ist nichts, nicht einmal Zeit. Wenn das Ich das nächste Mal auftaucht, ist der Weg enger. Es ist schwieriger an ihm vorbeizukommen.
Rechtfertigungsdruck ist kein Problem an sich. Wenn man im Glauben ist im Recht zu sein, wenn man Antworten hat, die einen selbst zufriedenstellen, ist es einfach mit Rechtfertigungsdruck umzugehen.
Das Problem sind nicht die Fragen.
Das Problem ist ein Mangel an Antworten.
